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AGATHE unterwegs im Altenburger Land
Doch nicht alle Erwartungen der Klienten kann Caro- Seniorinnen und Senioren dies vorab nicht mit ihren
lin Löhmer erfüllen: „Ein Du nehme ich in Beratun- Familien abgeklärt hatten. Die Leute haben Angst
gen nicht an. Ich möchte meine professionelle Rolle vor dem Enkeltrick, aber oft kann man die Befürch-
als Beraterin immer wahren und nicht als Freundin tungen im persönlichen Gespräch ausräumen.“
oder Enkeltochter angesehen werden. Ziel ist die Auch, dass manche Senioren denken, die Beratung
Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern, die Menschen sol- wäre kostenpflichtig, erlebt sie immer wieder. Außer-
len auch ohne mich gut klarkommen.“
dem gebe es bei der Versorgung der Seniorinnen
In einigen Fällen kann ihr Alter aber auch Türen öff- und Senioren teilweise noch Lücken: „Was fehlt,
nen, die sonst verschlossen blieben: „Ich habe das ist ein Betreuungs- und Begleitdienst. Altenburg
Gefühl, dass die Leute teilweise sehr offen sind, ist ziemlich hügelig. Gerade die Anstiege sind für
weil ich noch relativ jung bin. Bei mir weinen oft viele schwierig mit dem Rollator.“
gestandene Männer, weil sie mir nichts beweisen Was die Zukunft von AGATHE betrifft, ist Carolin
müssen. Sie weinen über ihre verstorbene Frau, oder Löhmer jedenfalls optimistisch: „Ich hoffe natür-
weil die Familienverhältnisse schwierig sind und lich, dass wir noch mehr Leute erreichen können.
sagen: sonst kann ich da mit keinem drüber reden.“
Vielleicht darf sich AGATHE auch noch ein wenig
Auch schwierige Situationen erlebt sie hin und wie- weiterentwickeln, was die Richtlinien angeht. Dass
der – etwa, wenn Familienmitglieder die Beratung wir langfristig auch Ehepaare beraten dürfen, denn
ablehnen: „Es ist schon vorgekommen, dass ich auch die können einsam sein.“
während der Beratung rausgebeten wurde, da die
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