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AGATHE unterwegs in Jena
Auch über Sallys Beerdigung hat sich Christa Seidel Inzwischen waren Alexander Dölz und eine Kolle-
schon Gedanken gemacht: "Ich habe eine Hund- gin auch zu einem ersten Hausbesuch bei ihr: "Bei
Mensch-Bestattung geplant. Ihre Urne wird schon der Beratung haben wir besprochen, dass ich we-
reingestellt und ich komme dann später dazu. Das gen meiner schlechten Mobilität irgendwann Hilfe
habe ich alles schon geregelt." brauche. Es war ein gutes, persönliches Gespräch.“
An sich ist Christa Seidel mit ihrem Leben ganz Bei ihren Beratern will sich Christa Seidel auch
zufrieden. Nur die eingeschränkte Mobilität macht informieren, wie sie eine Pflegestufe beantragen
ihr zu schaffen: "Ich bin kaum mehr in der Lage, kann. Sie hofft auf einen Fahrdienst oder eine Haus-
irgendetwas zu unternehmen. Das ist schade. Wir haltshilfe, wenn sie den Alltag allein nicht mehr
sind viel ins Konzert gegangen, früher." bewältigen kann.
Für ihre Wege ist sie nun hauptsächlich auf öffentli- "Ich habe zwar viele Bekannte, aber jemanden, der
che Verkehrsmittel angewiesen: „Zur Straßenbahn mir wirklich beisteht, habe ich nicht," sagt Christa
schaffe ich es noch. Ich muss zum Abbeplatz, weil Seidel. Auch deshalb habe sie sich AGATHE ange-
ich Termine bei Ärzten in der Stadt hab. Das ist schlossen: "Ich hoffe, ich kann dann über AGATHE
ziemlich weit.“ Hilfe bekommen, wenn mal wirklich Bedarf ist."
Von AGATHE hört Christa Seidel über ihren Woh-
nungsanbieter zum ersten Mal: "Die haben angeru-
fen und gesagt, dass man montags und dienstags
im Stadtteilbüro vorbeikommen könnte. Und das ha-
ben meine Nachbarin und ich dann auch gemacht."
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