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AGATHE unterwegs im Ilm-Kreis














            Antje Hübel möchte die Ratsuchenden auch wieder   Mittlerweile hat sich AGATHE herumgesprochen
            zu mehr Selbständigkeit ermutigen: „Also nicht,   und die Beratungstermine mit Antje Hübel und ihrer
            dass sie warten, dass man ihnen hilft, sondern,   Kollegin sind begehrt. „Wissen Sie, wie sehr ich
            dass sie selber wieder die Initiative ergreifen und   mich auf heute gefreut habe? Ich habe letzte Woche
            aktiv werden.“                                    jeden Tag gedacht: Hoffentlich hat sie einen schö-
                                                              nen Urlaub, aber hoffentlich kommt sie auch bald
            Auch mit schwierigen Situationen ist sie manchmal   wieder zu mir“, sagte eine Klientin letztens zu ihr.
            konfrontiert. Beratungsgespräche, in denen sich
            der aufgestaute Frust entlädt. Oder Anrufe vom    „In meinen Kalender könnte ich noch extra Zettel
            Tierheim, das oft von Nachbarn verständigt wird,   einkleben, so voll ist der“, fügt Antje Hübel hinzu.
            wenn sich Haustiere bemerkbar machen, die nicht   Deshalb hofft sie, dass sich AGATHE weiter etab-
            mehr versorgt werden. In solchen Situationen hilft   liert und nicht nur ein befristetes Projekt bleibt:
            der Austausch mit den Kolleginnen: „Einmal die    „Mittlerweile haben wir so viel zu tun und so viel
            Woche treffen wir uns, um Fälle zu besprechen, wo   erreicht für die Leute. Deshalb sage ich: AGATHE
            man allein nicht weiterkommt.“                    muss auf jeden Fall weitergehen und es muss eine
                                                              Institution werden.“
            Bei der Versorgung älterer Menschen gebe es in der
            Region allerdings noch einiges zu tun. So mangele
            es beispielsweise an Fahrdiensten: „Für die Mo-
            bilität haben wir noch nicht genügend Netzwerk-
            partner. Und die, die wir haben, sind bereits voll
            ausgelastet.“
            Auch bei den Pflegediensten sieht sie Verbesse-
            rungsbedarf: „Viele Pflegedienste haben zu wenig
            Personal und fahren nicht mehr aus den Städten
            raus. Erklären Sie das mal den Leuten: sie wohnen
            leider fünf Kilometer zu weit draußen, da haben
            Sie Pech gehabt.“





















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