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AGATHE unterwegs in Gera













            Die Menschen sind oft in ihrer kleinen

            Welt gefangen



            Janet Klinger sieht als Stadtteilmanagerin in Gera-Bieblach tagtäglich
            die  Bedarfe.



            Ärzte wandern ab, Apotheken schließen, junge      So werden Bedarfe an mich weitergereicht und ich
            Menschen ziehen weg und Wohnungen stehen leer.    stelle den Kontakt zu AGATHE her.“
            In Gera-Bieblach sind die Herausforderungen für   Janet Klinger findet, dass die Netzwerkpartner
            eine Stadtteilmanagerin groß: „Wir haben da oben   für AGATHE wichtig sind, denn sie können dazu
            in Ost lediglich das Kaufland. Es gibt dort keine     beitragen, das Angebot bekannter zu machen. So
            weiteren Einkaufsmöglichkeiten. Die Apotheken     sei es nicht immer leicht den Kontakt zu  bedürftigen
            sind alle weggebrochen und viele Ärzte wandern    Menschen herzustellen: „Es ist ein schwieriges
            ab.“ Hinzu kommen überregionale Investoren, die     Unterfangen, an die Menschen heranzukommen,
            Bestände zwar aufkaufen aber mit der Sanierung    weil die in ihrer kleinen Welt gefangen sind und
            zurückhaltend sind.
                                                              ganz oft ja auch nicht vor die Tür gehen.“
            Janet Klinger ist Stadtteilmanagerin und Netzwerk-  Mundpropaganda auch zum Beispiel durch die
            partnerin des AGATHE-Projekts. Ihr war auch vor   Mithilfe von Ehrenamtlichen trage dazu bei, die
              AGATHE klar, dass in ihrem Stadtteil bei  älteren   Menschen zu erreichen, bei denen der Unterstüt-
              Menschen besondere Bedarfe  bestehen. Durch     zungsbedarf hoch ist. Sie kann sich für die Zu-
              AGATHE wurden ihr die Dimensionen aber          kunft vorstellen, dass  weitere Netzwerkpartner das
            erst   richtig   deutlich:  „Die  Kollegen aus dem     AGATHE-Projekt vor Ort unterstützen und deutlich
              AGATHE-Projekt haben viel erzählt und mir ist da   mehr Beratungs fachkräfte aktiv sind. Aktuell hat
            erst mal bewusst geworden, dass die  Bedarfe      sich AGATHE positiv entwickelt: „Also ich denke,
              relativ hoch sind und dass wir das in den Griff   dass das wirklich Fahrt aufgenommen hat und gut
              bekommen müssen.“ So ist für sie AGATHE nicht   angenommen wird. Die Kollegen sind viel unter-
            nur ein  Projekt mit  individueller Hilfe für Seniorinnen   wegs auf Hausbesuchen.“
            und Senioren. Auch Lücken im bisherigen Angebot
              lassen sich dadurch deutlicher aufzeigen.       Eine Fortsetzung ist aus ihrer Sicht dringend
                                                                notwendig, alles andere wäre ein Rückschritt:
            Die Angebote, die AGATHE vorhält kann sie gut mit   „Es sollte auf jeden Fall zu einer Verstetigung
            weiteren Projekten des Stadtteilbüros verknüpfen.   kommen. Das finde ich sehr, sehr wichtig, denn
            Auch dort wird aufsuchende Arbeit großgeschrie-   auch Gera ist eine immer älter werdende Stadt.
            ben: „Die anderen Projekte gehen auch aus den     Sonst würden die bestehenden Strukturen wieder
            Büros hinaus in die Stadtgebiete und werden dann     zusammenfallen.“
            immer mal aufmerksam.


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