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AGATHE unterwegs im Unstrut-Hainich-Kreis
Ziel von AGATHE ist es, dass ältere Menschen solan- AGATHE ist für Daniela Gröschl jedenfalls ein voller
ge wie möglich zu Hause wohnen können, nicht ins Erfolg: "Hier im Unstrut-Hainich-Kreis stehen wir
Pflegeheim müssen. "Oft ist es so, dass die Leute richtig gut da", sagt sie. Auch die Stimmung unter
sich lange zu Hause zurechtgewurschtelt haben. Und den Kollegen sei gut: "Ausgeglichen, freundlich und
wenn dann etwas passiert, müssen sie ins Heim. fröhlich geht es bei uns zu. Wir sind ein gutes Team
Oft leben sie dort nur eine kurze Weile.“ und können über alles reden. Wenn jemand ausfällt,
versuchen wir das so gut wie möglich aufzufangen."
Wenn sich der Gesundheitszustand rapide ver-
schlechtere, gingen viele ins Krankenhaus. Falls Für sie persönlich ist es erfüllend, den älteren
nicht, versucht Daniela Gröschl auch vor Ort, alles Menschen helfen zu können: "Ich schaue in zufrie-
Nötige in die Wege zu leiten: "Hausarzt, Pflege- dene Gesichter, glückliche Gesichter. Wo man vor-
dienst, Palliativteam – damit die Versorgung für her nur Perspektivlosigkeit gesehen hat."
diesen letzten Lebensabschnitt auch zu Hause Nur die Unsicherheit, wie es mit AGATHE weitergeht,
klappt."
bereitet ihr ein wenig Sorge: "Wenn AGATHE wegfällt,
Auch über das Thema Einsamkeit macht sich Daniela wäre das nicht nur für mich persönlich schlimm. Son-
Gröschl Gedanken: "Viele ältere Menschen in der dern da hängen ganz viele Seelen dran, die schon
Region wohnen auf einem Vierseithof, nutzen da- lange auf so ein Projekt gehofft haben.
von aber nur in etwa zwanzig Quadratmeter." Für
eine altersgerechte Zukunft müssten deshalb neue
Wege beschritten werden, findet sie: "So wie unsere
Bungalowdörfer oder Reihenbungalows mit sechzig
Quadratmeter Wohnfläche, behindertengerecht aus-
gebaut. Dort könnten WGs einziehen oder betreutes
Wohnen angeboten werden. Denn sonst wohnen
alle nur für sich allein.“
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