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AGATHE unterwegs in Erfurt
"Ich hoffe, dass sie mir den Fernseher oder den Den Kontakt zu AGATHE bekam Manfred Poppe
Rechner nicht pfänden. Im Moment weiß ich nicht, über die Gemeinde. Der Pfarrer vermittelte ihm
wie es weitergeht." Seine Wege legt er mit dem Beraterin Felicitas Kaonga. "Sie hat mich ein biss-
Fahrrad zurück, der Supermarkt ist ein ganzes Stück chen unter die Fittiche genommen. Hat mich ein-
entfernt. "Ich bin in einer Zeit groß geworden, wo geladen zum Sommerfest vom Jesus- Projekt-Erfurt
alle nicht viel hatten. Da habe ich gelernt, aus we- e.V., dass ich mal wieder unter Menschen kam. Das
nig was zu machen." sind ganz tolle Leute, die ich dort kennengelernt
habe. Es ist schön zu wissen, dass es solche Men-
Gesundheitlich geht es Manfred Poppe trotz allem schen noch gibt."
noch ganz gut: "Was für ein Glück, dass ich mit
71 nichts habe, was mir weh tut. Ich war seit über So schöpft Manfred Poppe neue Hoffnung: "Rent-
zwanzig Jahren bei keinem Arzt." Nur traurig ist ner und Arme haben keine Lobby. AGATHE ist jetzt
er manchmal. "Und ein bisschen Angst habe ich meine Lobby. Dann sage ich mir immer wieder: So
auch." Seiner Frau geht es durch die Behandlung schlimm kann es gar nicht kommen. Irgendjemand
inzwischen etwas besser: "Ich kann sie anrufen, wird da sein, der eingreift."
jederzeit. Kann mich mal eine halbe Stunde mit ihr
unterhalten. Das ging vorher gar nicht." Auch mit
seiner Schwester, die in Erfurt lebt, ist er regelmäßig
in Kontakt.
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