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AGATHE unterwegs im Landkreis Nordhausen













            Wir müssen das Altwerden zu Hause

              ermöglichen



            Susanna Riemann-Störr koordiniert AGATHE beim Landratsamt  Nordhausen.
            Als Leiterin des Pflegestützpunkts kennt sie die Herausforderungen im
            Land kreis gut.



            "Wir sind präsent, der Name AGATHE ist inzwischen   noch ein Fernstudium der sozialen Arbeit und eine
            gut bekannt. Nach einem Jahr sind wir jetzt etab-  Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie
            liert", sagt Susanna Riemann-Störr. Seit elf Jahren   gemacht. Mittlerweile bin ich auf ältere Menschen
            leitet sie den Pflegestützpunkt, der vom Landkreis   spezialisiert."
            getragen wird. Die Möglichkeiten von AGATHE kamen   Ihre Aufgaben als AGATHE -Koordinatorin sind viel-
            für sie damals wie gerufen: "Der Pflegestützpunkt   fältig: "Ich ermittle die Bedarfe im Landkreis, er-
            als Anlaufstelle reichte nicht aus, weil viele Men-  weitere unser Netzwerk, halte Verbindung zum So-
            schen aus dem Umkreis dort gar nicht hinkommen.   zialausschuss, organisiere Weiterbildungen, leite
            Deshalb wollten wir näher an die Menschen ran,    die Fachkräfte an und unterstütze die Kollegen im
            aufsuchend arbeiten." So dauerte die Anlaufphase   Hintergrund." Denn nicht immer sei die Arbeit vor
            auch nicht lange, denn das Netzwerk war bereits   Ort einfach für die Kollegen: "Da geht es auch um
            vorhanden, erinnert sich Susanna Riemann-Störr.
                                                              einen gewissen Eigenschutz und Professionalität.
             "Wir arbeiten mit den ambulanten Diensten zu-    Man kann nicht jedes Schicksal mit nach Hause
            sammen, den Pflegeheimen, dem Mehrgenera-         nehmen. Viele haben vorher in anderen Bereichen
            tionenhaus, den Bürgermeistern, Sportvereinen."   gearbeitet und können sich manchmal nicht so gut
            Auch die Zusammenarbeit mit Sozialamt, Wohn-      abgrenzen. Aber Aufgaben abzugeben, heißt nicht
            geldstelle, Betreuungsbehörde oder sozialpsychi-  die Leute im Stich zu lassen."
            atrischem Dienst funktionieren gut: "Unsere Fach-  Als eine der größten Herausforderungen für die Zu-
            kräfte haben sich bei allen Behörden hier im Haus   kunft sieht sie die fehlende Mobilität vieler älterer
            vorgestellt. Dann braucht es nur einen Anruf, wenn   Menschen im Landkreis: "Wir bekommen die Leute
            sie draußen unterwegs sind, weil klar ist: AGATHE   nicht mehr von A nach B. Die Angebote existieren,
            gehört jetzt zu uns."
                                                              aber die Menschen wissen nicht, wie sie dort hin-
            Susanna Riemann-Störr entschied früh, sich beruf-  kommen sollen. Denn manchmal sind die 300 Me-
            lich für ältere Menschen einzusetzen: "Ich habe nach   ter zur Haltestelle schon zu viel, oder der Bus fährt
            der Ausbildung ganz klassisch als Verwaltungs-    zur falschen Zeit. Die Mobilität ist enorm wichtig,
            angestellte hier im Landkreis angefangen. Dann bin   um Menschen selbstbestimmt und selbständig er-
            ich gleich in einer Abteilung gelandet, die sich um   halten zu können."
            ältere Menschen kümmert. Nebenbei habe ich dann


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