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Erfahrungen und Perspektiven
Manchmal braucht es auch gar nicht viel,
um Menschen wieder Lebensmut zu geben
Ministerin Heike Werner ergriff die Initiative zu AGATHE.
Schwester Agnes war im Osten ein Begriff. Der Je nachdem wie die Voraussetzungen vor Ort sind,
Film zeigt eine Krankenschwester, die nebenbei lassen sich neue Kontakte knüpfen: „Also manch-
auch noch soziale Probleme in ihrer Gemeinde mal braucht es auch gar nicht viel, um Menschen
löst. So einfach ist es in der Realität nicht, aber wieder Lebensmut zu geben.“
für Ministerin Heike Werner ergab sich daraus und Aus den Erfahrungen der AGATHE-Fachkräfte
aus Projekten in anderen Bundesländern eine Idee: ergeben sich aktuell auch Anregungen für eine
Auch in Thüringen sollte es eine aufsuchende, integrierte Sozialplanung in den vielen unter-
professionelle Unterstützung geben, damit ältere schiedlichen Thüringer Regionen: „Es braucht
Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Um- Menschen vor Ort, die integrierte Sozial planung
gebung leben können.
betreiben, die versuchen, die Dinge auf einander
Für Heike Werner ist dabei der Präventionsgedanke abzustimmen, miteinander zu verknüpfen,
wichtig: „Das Thema Prävention beschäftigt mich die Lücken zu finden und AGATHE kann eine
sehr stark und ich weiß, dass wir viele tolle Ange- Rückmeldung geben, wo Probleme liegen“.
bote haben. Aber ich weiß auch, dass das nicht Bei ihrer Initiative erhielt sie Unterstützung durch
alle erreicht.“ Sie betont, wie wichtig nachhaltige den Ministerpräsidenten und den Landtag: „Der
Unterstützungsformen sind, um beispielsweise Minister präsident hat selbst immer gesagt: Wir
Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.
brauchen hier jemanden, der sich um einsame,
Ein zweites Thema, das sie bei der Konzeption von ältere Menschen kümmert.“
AGATHE sehr bewegt hat, war das Thema Einsam- Auch im eigenen Ministerium ist man von AGATHE
keit: „Ich bekomme auch regelmäßig Briefe von überzeugt: „Die Kolleginnen und Kollegen aus dem
Menschen, denen es nicht gut geht. Und wir hat- Haus waren auch Feuer und Flamme dafür, auch aus
ten die Situation zwischen den Jahren, da haben ihren Erfahrungen. Und deswegen konnten wir das
wir einen Brief bekommen von einer älteren Dame, jetzt ganz gut auf den Weg bringen.“
der war wirklich todtraurig und die Frau war ganz
verzweifelt. In dem Landkreis gab es schon AGA-
THE-Beraterinnen und dann gab es ganz kurzfris-
tig ein Gespräch. Und das hat auch geholfen. Also
noch mal Danke an die Beraterin.“
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