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AGATHE unterwegs im Landkreis Nordhausen
Auch schwierige Situationen hat Dorothee Wolff "Verbessert werden sollte vor allem die Mobilität der
schon erlebt: "Ich habe eine Dame zum Einkaufen Seniorinnen und Senioren, findet Dorothee Wolff:
begleitet, die auch stark sehbehindert ist. Als ich "Wenn auf den Dörfern der Schulbus nicht fährt,
ihr mit dem Portemonnaie behilflich sein wollte, hat ist es eigentlich unmöglich dort wegzukommen.
sie mich angeschrien und gesagt, ich solle das bloß Und selbst in der Stadt wissen die Leute manchmal
lassen. Hinterher ist ihr bewusst geworden, dass nicht, wie sie zu den Ärzten kommen sollen. Viele
ich ihr helfen wollte und sie hat sich entschuldigt." müssen inzwischen wirklich überlegen: Kann ich
mir die Straßenbahn noch leisten?"
Auch die Klienten in bereits bestehende Gruppen
zu vermitteln, wie Kaffeerunden oder Spielenach- Für die Zukunft von AGATHE hofft sie u. a. deshalb,
mittage, sei nicht immer einfach: "Es ist mitunter dass älteren Menschen in der Region mehr Mobili-
nicht leicht, die Leute dort zu integrieren. Die Neuen tät ermöglicht wird, "damit die Leute überhaupt zu
fühlen sich nicht immer gleich wohl und es bedarf den Angeboten kommen können."
oft einer Vermittlung zwischen dem alten Kern und
den Neuen. Auch eine Garantie, dass die Chemie
stimmt gibt es nicht. Umso wichtiger ist es weiter
in Kontakt zu bleiben, immer wieder denjenigen
zu ermutigen und Verständnis zu haben. Vielleicht
bedarf es auch da einer Überlegung, eine neue,
eigene Kaffeerunde zu eröffnen."
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